Klima

Bioklimatische Beurteilung

Das Bioklima eines Ortes setzt sich zusammen aus dem thermisch-hybrischen-, dem Strahlungs-, und dem Aerosolklima. Es wird je nach Stärke der einzelnen Wirkungsfaktoren in Schon-, Reiz- und Belastungsklima unterteilt. Die Stadt und die unmittelbare Umgebung von Kiel bietet aufgrund seiner direkten Lage an der Förde und der Ostsse im östlichen Schleswig- Holstein sehr unterschiedliche Klimareize. Wobei Kiel im Übergangsbereich zwischen reizstarkem (Ostseeküste) und reizmildem (mehr landeinwärts) Klima in einer reizmäßigen Bioklimazone liegt.

Die Klimaeigenschaften von Kiel können folgendermaßen charakterisiert werden:

  • Schonfaktoren
    • ausgeglichener Temperaturgang im Jahresverlauf
    • sehr seltene Temperaturextreme
    • kaum schwüle Tage
    • gute Ventilation durch lokale Windsysteme ( Sommer: Seewind)
    • schwacher Temperaturgang im Übergang Tag/ Nacht
  • Reizmilde Faktoren
    • hohe Luftfeuchtigkeit
    • gemäßigte Sommer- und Wintertemeperaturen
    • Salzgehalt der Luft
    • relativ warmer Herbst

  • Reizstarke Faktoren
    • verstärkter Aerosoleintrag (hoher Salzgehalt) insbesondere im Frühjahr und Sommer bei Ostwindlagen
    • intensive Sonnen- und Himmelsstrahlung
    • kühle Frühsommer
    • stärkere Bewindung insbesondere im Winterhalbjahr
  • Belastungsfaktoren
    • nasskaltes Winterwetter
    • Nebellagen im Herbst
    • gelegentliche Überhitzung in der Stadt bei hochsommerlichen Wetterlagen

Kiel befindet sich im Bereich eines Reizklimas.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.